Fotoblog, der dritte Anlauf

Ich machte gerne Fotos, und ich teile gerne die, von denen ich glaube, dass sie nett anzusehen sind. Daher bin ich auch Mitglied in verschiedenen Fotocommunities. Doch in den meisten fühle ich mich nicht wohl. Zudem verändern sie sich, und man hat über die Bedingungen dort keine Kontrolle. Auch wenn eine Community richtig toll ist, wird sie nach einiger Zeit verkauft, werkeln andere Leute daran herum, und manche machen dann mehr kaputt als besser.

Daher geht letztlich eben doch nichts über ein eigenes Zuhause für seine Bilder.

Nach analogen Anfängen, die durch Kamera-Verluste oder -Defekte lückenhaft waren, bekam ich 2011 die Nikon D5000 von meinem Vater, nachdem er sich das Nachfolgemodell zugelegt hatte.

Bis ich sie regelmäßig in die Hand nahm, dauerte es allerdings noch fast ein Jahr. Schließlich war die Kamera fast überall dabei und dokumentierte Familienaktivitäten und Events.

Ab 2018 begleitete mich die D5000 auch zum Wandern. Mit den Einstellungen war ich allerdings nach wie vor nicht näher vertraut. Es gab zwei Modi: Landschaft für unterwegs, und Sport in Räumen, um das Hochklappen des Blitzes möglichst zu vermeiden.

Es dauerte bis Ende 2018, bevor der Wunsch nach “Mehr” eine mehrmonatige Recherchephase auslöste, um zu ermitteln, welche Kamera mich in Zukunft begleiten würde, und wohin ich mit der Fotografie überhaupt wollte.

Der erste Schritt sollte ein weiteres Objektiv sein, ein billiges (Tamron), um rauszufinden, ob die Idee mich dem Thema Fotografie ernsthafter zu widmen den Weg in die gelebte Praxis finden würde. Das Objektiv war nicht der Hammer, doch bei gutem Licht bekam ich ein paar schöne Bilder. Der erste Schritt in Richtung neue Perspektiven war damit getan.

Die technische Bildqualität spielt für mich eine Rolle, denn nichts finde ich bedauerlicher als ein wirklich guter Schuss der mit einer schlechten Kamera aufgenommen wurde. Während ein schlechtes Bild mit guter Ausrüstung ganz klar menschliches Versagen darstellt.

Nach vielen Recherchen entschied ich mich schließlich für die D750, die ich mir dann dann im März 2019 zum Geburtstag leistete, obwohl sie ja nicht mehr zu den neuesten Modellen zählte. Doch die D750 ist immer noch eine tolle, vielseitige Kamera.

Die Nikon D850 ergänzte im Juli 2020 meine Ausrüstung. Mit ihr mache ich bevorzugt Studio- und Objektaufnahmen. Wo es auf eine hohe Auflösung und Detailschärfe ankommt, ist sie einfach großartig. Allerdings stellt sie auch etwas höhere Anforderungen. Bei 45,7MP sieht man wirklich jede Verwacklung. Erst seit Anfang April 2021, nachdem ich mit dem SIGMA 24-70mm F2.8 DG OS HSM ART ein Objektiv gefunden hatte, das mir ein knackscharfes Bild nach dem anderen liefert, ist die D850 meine Nummer eins auch für unterwegs. Auch mit dem SIGMA Macro 105mm F2.8 EX DG OS HSM harmoniert die D850 ausgezeichnet.

Trotz allem ist es nicht alleine die Technik, die gute Bilder ausmacht. Es ist das Auge, das sieht.

Die eigentliche Bedeutung der Fotografie liegt für mich jedoch zunehmend darin, bildlich zu dokumentieren, was ich in meiner Umgebung wahrnehme und erlebe.