Ein- bis zwei Mal im Jahr finden wir uns auf einen Besuch in Bildstein ein. Manchmal bei schönem Wetter, oder auch mal wenn es trüb ist. Die Aussicht ist nie zwei Mal genau gleich. Zudem ändert sich auch die mitgenommene Ausrüstung. Auch die Vorgehensweise von heute ist nicht mehr wie vor drei, vier oder noch mehr Jahren, als ich Nachtfotos mit möglichst kleiner Blende oder gar noch Belichtungsreihen schoss. Von letzteren nahm ich dann oft nur das Einzelbild mit der mittellangen Belichtungszeit.
HDR Bilder zu machen war eine spannende Phase. Doch schlussendlich ziehe ich einen natürlichen, glaubwürdigen Look vor. Es ist allerdings auch eine Frage des Anwendungsfalls, wie weit man als Fotograf in der Bildgestaltung gehen mag. Da ich oft fotografiere, und daneben noch einen Hauptberuf habe, und Bilder möglichst noch am gleichen oder spätestens nächsten Tag nach der Aufnahme bearbeite, ist die Zeit die ich in die Nachbearbeitung investieren kann, begrenzt. Es soll sich unterwegs kein Hemmnis entwickeln auf den Auslöser zu drücken, nur weil ich mich vor dem Zeitaufwand fürchte, der darauf folgen könnte wenn ich einfach ablichte, was mir vor die Linse kommt. Dass ich wählerischer wurde wo ich abdrücke und wie oft, stellte sich von selbst ein. Kam ich früher leicht mal mit 600 bis 1000 Bildern nach Hause (unter anderem durch zu viele Mehrfachaufnahmen, aus Sicherheitsgründen), sind es heute oft nur noch ein Viertel so viele, ohne das Gefühl, was ausgelassen zu haben.
Manche Motive sind mittlerweile auch nicht mehr so interessant oder bereits so oft abgehandelt, dass ich sie auch mal auslasse. Der Blick von Bildstein hinunter ins Tal gehört (noch?) nicht dazu. So oft sind wir da nicht, und es ist jedes Mal anders, je nach Jahreszeit Wetter und Ausrüstung. Heute war ich telelastig unterwegs mit dem Nikkor 180-500mm (in der Hoffnung auf Raubvögel und sonstige Tiere) und dem Tamron 35-150mm.
Die meisten Bilder entstanden mit dem Tamron, das mich immer wieder mit seiner detaillierten Abbildungsleistung erfreut. Ob Portrait, Natur oder Landschaft, es enttäuscht mich nie. Beim Aufstecken ist es allerdings wichtig, sich zu vergewissern, dass es einschnappt (es ist beim Anschließen schwergängiger als meine anderen Objekte, und man könnte meinen, es ist drauf, zumal man auch Bilder machen kann, auch wenn der letzte Drücker zum endgültigen Einrasten fehlt - ggf. nochmal ein bisschen aufdrehen, und dann richtig zu...). Einmal hatte ich darauf zu wenig geachtet, und es fiel mir auf eine Art Steinboden. Ich dachte, das war's dann mit dem Tamron.
Zu meinem Erstaunen kam es nicht nur ohne sichtbare Schäden davon, der Vorfall, der nun schon über ein Jahr zurückliegt, konnte auch der Qualität des Objektivs nichts ab. Bitte trotzdem nicht nachmachen, vielleicht hatte ich einfach nur riesengroßes Glück.





















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