Meersburg mittelalterlich, einmal hätte gereicht

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Wenn einem ein Event besonders gut gefallen hat, ist die die Motivation groß, sich ein weiteres Mal darauf einzulassen. Ich sag's am besten gleich, das "historische Stadtfest zu Meersburg 2025" hätten wir nicht gebraucht. Eigentlich wollten wir zu viert los, doch gestartet sind wir dann gesundheitlich begründet nur zu zweit. Verbindungstechnisch lief es optimal. In Meersburg dann - lange Schlange am Einlass. EUR 18,00 Wegzoll pro Person, Rucksäcke filzen, das Übliche eben, nicht erbaulich, geschweige denn fröhlich einstimmend.

Und dann kam's - das Schwarzbier, auf das wir uns so gefreut hatten, war ausgegangen. Gegen die Enttäuschung halfen nichtmal mehr die weltbesten Spiralkartoffeln (also das muss man dem Kartoffelkönig lassen, die sind einfach unvergleichlich, allerdings wenn nicht explizit mit wenig Salz bestellt, wären sie für mich nahezu ungenießbar). Endlich wollte sich meine Stimmung doch noch etwas heben. Wir verließen das Gelände, wo man über die Straße muss die zugänglich bleibt, damit die Leute noch beim Staatsweingut einkehren können, um uns auf dem Areal gegenüber umzuschauen.

Hier war weit weniger los als letztes Jahr. Insgesamt hatte ich den Eindruck es war heuer alles etwas - dünner. Da grade Kinderprogramm lief, ließ uns sie Security nicht mehr über den vorhin genommenen Ein-/Ausgang rein, sondern schickte uns zum Haupteingang. Auf dem Weg dahin kamen wir beim Staatsweingut vorbei, das offen hatte. Wir beschlossen, eine Flasche Wein für die mitzunehmen, die heute nicht dabei sein konnten, packten die in den Rucksack und wollten dann zum Haupteingang wieder rein. Erneut wurden wir gefilzt.

Mit der Flasche Wein im Rucksack durften wir nicht rein. Die Security ließ uns nicht durch. Wir könnten ja den Rucksack deponieren (ja klar, und sie übernehmen keine Garantie dafür, dass man ihn wiederkriegt, ich hatte unter anderem auch ein Wechselobjektiv da drin). Darauf ließen wir uns nicht ein, denn nach dem Flaschentheater wollten wir da gar nicht mehr sein.

Für nicht grade wenig Geld war also sowieso schon eher weniger als mehr geboten als im letzten Jahr. Und dann hatten wir dafür grade mal etwa eineinhalb Stunden Aufenthalt. Immerhin haben wir eine Anreise schon mal gut eineinhalb Stunden hingelegt, um hier sein zu können. Dass man bei einem Meersburg-Besuch vielleicht auch mal eine Flasche Wein kauft, dürfte so abwegig nicht sein.

Wir nahmen nach der Abweisung am Haupteingang gleich den nächsten Bus nach Hause, wo wir von vornherein besser geblieben wären. Ich fand es schade um diesen schönen, sonnigen Nachmittag, den wir gemütlich im Garten hätten verbringen können. Das wäre garantiert schöner gewesen. Eine Veranstaltung in Meersburg werden wir wohl so schnell nicht mehr aufsuchen, den historischen Markt ganz gewiss nie mehr. Das war kein Wegzoll, den wir heute bezahlten, sondern empfundene Wegelagerei.

Und daher mag ich diesmal auch keine Bilder posten...

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