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Mit dem Rad ins Rheindelta

Der vielleicht letzte Sommertag verleitete mich zu einem etwas früheren Feierabend, zumal es eine Abmachung gab, mit Kamera und Fahrrad ein paar Plätze aufzusuchen, die fotografisch interessant sein könnten.

So viel ich in meiner Jugend mit dem Fahrrad unterwegs gewesen war, nach meinem Umzug nach Bludenz endete diese Ära. Und wieder zurück in Bregenz fand ich nicht mehr zu meinem einstigen Hauptfortbewegungsmittel zurück. Immerhin, ab und zu erledige ich damit die eine oder andere zweckgebundene Fahrt, und gelegentlich ergibt sich auch mal eine Tour.

Eigentlich wollten wir Tiere vor die Linse bekommen. Die Schleihenlöcher zeigten sich von ihrer ruhigsten Seite. Wasser gab's auch nicht viel bei diesem historischen Tiefstand. Wo sonst einfach nur Wasser sein sollte, zeigten sich Gewächse, die der Landschaft ein exotisches Aussehen verliehen. Irgendwann zog mal ein Vogel an uns vorbei, keiner reagierte schnell genug um ihn abzulichten, und das war's auch schon.

Ich hörte was von "Wasserbüffeln", also ging es weiter. Was für freundliche und kuschelige Tiere, und wie interessiert an einer Kontaktaufnahme sie sind. Doch ihre Gutmütigkeit macht sie zu weiteren Opfern der Ausbeutung und des unnatürlichen Todes durch Menschenhand. Das ist die traurige Seite.

Das Rheinholz sei nicht mehr weit. Ich war natürlich gleich dabei, und so radelten wir noch ein gutes Stück weiter. Hier gab's dann immerhin von fern zwei Störche zu sehen. Es gab auch Schwäne, Blesshühner, einen Kormoran und einen Reiher im Flug, und ein paar Flugzeuge zwischendurch.

Nach einer kleinen Pause beim Rheinholzkiosk (ich hatte vergessen, was zu trinken mitzunehmen, der Durst war entsprechend groß) ging's weiter durch's Gaißauer Ried Richtung Höchst. Und da waren sie dann alle - noch mehr Wasserbüffel, Reiher (entfernten sich gleich ein Stück weit), Brachvögel (waren weit weg), ein Riesenschwarm Stare und ein Storch, der sich nicht stören ließ, als ich stehenblieb und die Kamera aus dem Rucksack zog.

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