Von Kindheit an war mir die Schweiz fremder als Deutschland. Das lag vermutlich daran, dass die Grenzkontrollen deutlicher spürbar waren, als auf dem Weg "ins Deutsche". Dann wurde Österreich Teil der EU, und man fuhr einfach hinaus nach Lindau, während man "rüber in die" Schweiz nach wie vor einen Grenzposten passierte.
In Zeiten des Internet hat man im Handytarif leicht mal EU mit drin. Mobile Daten für die Schweiz sind hingegen nicht selbstverständlich. Unfällig ins Schweizer Netz zu geraten kann die nächste Telefonrechnung empfindlich aufstocken. Einmal nicht aufgepasst, schon sind 50 EUR weg. Das ist, muss ich schon einräumen, ein Hemmnis. Zudem kann man leicht auch in die Falle tappen, wenn man auch nur in Grenznähe gerät. Zwar habe ich in meinem Mobiltarif ein 50 MB-Kontingent für die Schweiz mit drin, mobile Daten würde ich dort allerdings nur im Notfall aktivieren. Also rüber in die Schweiz geht es üblicherweise nur mit ausgeschalteten mobilen Daten.
Das macht die Schweiz für mich zum Ausland, während ich das Gefühl "Ausland" gegenüber Deutschland nicht habe, jedenfalls nicht, was den Bodenseeraum anbelangt. So kam es, dass die Schweiz lange Zeit eher nicht als Bringer für Ausflugsziele im Visier war. Doch ist es auch so: die Schweiz ist viel zu schön, um sie für Tagesauflüge links liegen zu lassen. Und so ein Tag ohne Internet kann auch recht erholsam sein. Fährt man mit dem Zug, spürt man vom Grenzübergang auch gar nichts. Und was mir an diesem Tag besonders auffiel war, wie freundlich die Menschen in der Schweiz doch sind - und zwar nicht einfach nur höflich, geradezu herzlich.
Dank eines Angebots das meines Wissens noch bis Ende Mai gilt, kosteten Tageskarte für Zug und Bus plus Schwebebahn auf den Säntnis CHF 40,00 pro Person. Da mussten wir einfach buchen, zumal ich bisher nie dort oben war.














































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