Meine bisher kürzeste Belichtungszeit

|

|


Fotografieren mit Blitz war bisher nicht so meins. Mit einem entsprechend arrangierten hellen Dauerlicht, resp. -lichtern lassen sich schließlich auch schöne Portrait-, Produkt- oder auch Makrofotos schießen. Nun, einerseits stimmt das zwar, und Dauerlicht ist sowohl für die Fotografie als auch für Videos geeignet, dennoch gibt es Effekte und Anforderungen, bei denen der Einsatz eines oder mehrerer Blitze zu bevorzugen ist.

Für mich ist das Thema Blitzen - abgesehen von der fallweisen Anwendung eines Aufsteckblitzes - noch relativ neu. Bisher hatte ich meine Setups mit Dauerlichtern aufgebaut. Dann ging eines davon kaputt, und das zweite begann zu schwächeln (mittlerweile sind alle drei Lampen von GVM nicht mehr zu gebrauchen, kaufte diesmal teurere Lampen eines anderen Herstellers). Was nun? Womit ersetzen? Vor allem aber wollte ich was stärkeres. Schließlich wurden zwei Studioblitze und (vorerst) zwei neue Dauerlichter draus.

Ich schweife ab. Zufällig war es nun so, dass ich am Samstag meine neuen Blitze bekam, und grade mit dem Thema "Liquid droplets" konfrontiert war. Wassertropfenfotografie ist ja geradezu ein eigenes Genre mit komplexen Setups, allerlei Tricks, z.B. Einsatz von Verdickungsmitteln, untermischen von Farben etc. - Bisher fehlte mir dafür das Interesse vollkommen, mich selbst daran zu versuchen. Das macht man schließlich nicht einfach mal so (allenfalls bei sehr gutem Licht und sehr kurzen Verschlusszeiten könnten man auch Tropfen auf natürlichem Weg einfangen).

Erstmal ist es so, dass in dem Moment, wo ein Blitz im Kameraschuh steckt, die Belichtungszeit nicht kürzer werden kann, als - z.B. - bei der Z8 1/250. Mit 1/200 ging es grade noch so ohne schwarzen Balken am oberen Bildrand, bei 1/250 schon nicht mehr (war allerdings klein genug, um ihn dann einfach wegzuschneiden). So oder so, die Belichtungszeit war zu lang, keines der Bilder aus der ersten Serie wurde richtig scharf.

Ich weiß, dass bei Tropfenfotografie die Auslösezeit nicht unbedingt das Kriterium ist, sondern es auf die Blitzzeit. Die erforderliche Kürze (ich las was von Werten im bereich 1/10.000stel) ist allerdings (nach bisheriger Kenntnis) mit den Studioblitzen nicht zu erzielen, allenfalls 1/800stel - 1/2000stel. Schließlich gelang es mit den richtigen Einstellungen, die Auslösezeit an der Kamera zumindest auf 1/8000 zu reduzieren (ohne Blitz wäre eine Verschlusszeit von 1/20.000stel möglich). Ich fotografierte daraufhin die nächsten Runden mit 1/8000 bei Blende 10.

Der Kamerazähler ging gestern Nachmittag um ca. 300 Bilder hoch, bis ich endlich ein Ergebnis sah, das dem entsprach, was ich mir vorgestellt hatte. Man muss nicht nur das Glück haben, den Moment des Einschlags zu erwischen, sondern auch, dass der (zwangsläufig manuelle) Fokus passt. Die Ausbeute war entsprechend klein, zumal mein Aufbau improvisiert war, und die Tropfen daher nicht so exakt fielen wie bei einem stabilen Aufbau. Auch wenn die Wassertropfenfotografie nicht mein Bereich ist, Spaß gemacht hat es, und der Lerneffekt war es auf jeden Fall wert. Das Blau war übrigens der Effekt eines über den Reflektor vom Blitz gespannten Stoffes. Auf weitere Hilfsmittel wurde verzichtet.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hinweis: Sowohl angegebener Name als auch E-Mail-Adresse werden dauerhaft gespeichert. Du kannst jeder Zeit die Löschung Deiner Daten oder / und Kommentare einfordern, direkt über dieses Formular (wird nicht veröffentlicht, und ebenfalls gelöscht), und ich werde das umgehend erledigen. - Deine IP-Adresse wird nicht erfasst.