Bei Youtube stolperte ich über den Beitrag High Magnification Photography - Extreme Macro with Microscope Objectives. Neugierig, was in diesem Bereich machbar ist, bestellte ich die "Zutaten":
- Fotodiox Objektivadapter kompatibel mit M42 Typ 2 Objektiven auf Nikon F-Mount Kameras (Cool, damit kann ich auch die Objektive meiner analogen Practica verwenden)
- Svbony SV129 Black M42 Thread Extension Tube Kit 5mm 10mm 30mm
- RMS Thread for Microscope Objective to M42 x 1 mm Converter Cone Only Adapter
- AmScope 4X Plan Achromatische Objektivlinse mit gerändeltem Ring
- zusätzlich kaufte ich noch ein 10X 185 (zu dem Zeitpunkt noch nicht erhalten) und ein günstiges 40X 185 Mikroskop-Objektiv
Anderes Zubehör wie ein fein justierbarer Laborwagenheber und einen rechteckigen "Dauerblitz", den ich als Durchlichteinheit verwenden konnte, hatte ich bereits (nicht optimal, und der Energievorrat erschöpfte sich rasch, hier half eine leistungsfähige Powerbank aus der Verlegenheit). Um die Schärfe besser einschätzen zu können, schloss ich die Kamera an einen 55" UHD-Fernseher an. Der Spiegel blieb die ganze Zeit hochgeklappt (Live View). Ausgelöst wurde über eine Fernbedienung. Günstigerweise hat man für so eine Session mehrere aufgeladene Akkus parat.
Wer schon mal durch ein Mikroskop blickte weiß, dass es beim Fokussieren auf Bruchteile eines Millimeters ankommt. Je stärker die Vergrößerung, umso winziger ist die Toleranz ab der ein scharfer Ausschnitt zum diffusen Farbfleck mutiert. Für die 40-fache Vergrößerung war die kleine Hebebühne dann doch zu ungenau. Man konnte kaum noch ein Blatt Papier zwischen Objekt und Linse schieben, so nah musste ich ran. Es genügte, die Hand an die Drehschaube zu legen (oder wegzunehmen), und schon war das Objekt aus dem Fokus. Obgleich die Motive plattgedrückt auf Objektträgern waren, für 40-fach hatten sie immer noch eine relevante Höhe.
Mit der 4-fach-Vergrößerung zu arbeiten ging dagegen schon deutlich leichter, auch wenn sich ebenfalls bereits die Hand an der Drehschraube einen Unterschied machte. Wichtig ist bei diesem Objektiv außerdem, dass Fläche und Kamera genau ausgerichtet sind (ggf. Wasserwage verwenden). Sobald die Fläche nicht parallel zur Linseoberfläche verläuft, fällt die Schärfe ab.




























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